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Neben der Organisation und Finanzierung der rd. 1.600 Patenschaften ist ein weiterer Schwerpunkt der Vereinstätigkeit der Bau von Grundschulen, unterstützt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Seit der Revolution von 1983 besteht offiziell eine sechsjährige Schulpflicht. Der Staat teilt jedoch erst dann die nötigen Lehrer zu, wenn Schule und Lehrerwohnungen vorhanden sind. Bau und Unterhalt dieser Einrichtungen sind Aufgabe der Kommunen. Ein Schulbau beinhaltet zusätzlich noch den Bau von Schulküche, Toiletten, Brunnen und Schulgarten. Obwohl ein Großteil der Arbeiten von den Eltern geleistet wird, z.B. die gemeinschaftliche Herstellung der Backsteine, überschreiten die Kosten häufig die bescheidenen kommunalen Mittel. Hier greift der Partnerschaftsverein ein.

Ein Schulbesuch hat in Garango die zusätzliche Bedeutung, dass die Kinder außer Lesen und Schreiben auch die Staatssprache Französisch lernen und damit nicht mehr allein an Ihren begrenzten Sprachraum „Bissa“ gebunden sind. Schulgeld und Lernmittel müssen von den Eltern aufgebracht werden, aber nicht alle sind dazu in der Lage. Oft wird in kinderreichen Familien nur der älteste Sohn in die Schule geschickt.

Zu Beginn der Partnerschaft 1982 gab es im gesamten Partnergebiet 11 Grundschulen, mittlerweile sind es 87, 18 davon wurden vom Partnerschaftsverein gebaut oder erweitert. Bei einer Einschulungsrate von 80% in Garango-Stadt, beträgt der Anteil der Mädchen mittlerweile 41%, in den neuen Schulen 50%. Doch noch immer müssen manche Schulplätze ausgelost werden, da sie nicht für alle Kinder reichen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinstätigkeit liegt im Bereich der Wasserversorgung. Wasser ist eines der größten Probleme der Region. 1984 startete der Partnerschaftsverein die Aktion „Wasser für Garango“ mit dem Bau von Regenrückhaltebecken und Brunnen sowie der Errichtung kleinerer Dämme, damit auch in der Trockenzeit Gartenbau möglich ist. Auch die Sanierung des Staudamms in Boura gehört zu den Schwerpunkten der Vereinstätigkeit, ebenso wie der Bau von Brunnen zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Zwischenzeitlich konnten 30 Brunnen gebaut werden. Da diese mit einer Tiefe von 10 m häufig trocken fallen, werden mittlerweile gerade zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in entlegenen Dörfern Tiefbrunnen (Pumpbrunnen) gebaut, die Wasser aus einer Tiefe von 50 m fördern können. Zwischenzeitlich sind 13 Tiefbrunnen mit Unterstützung des Partnerschaftsvereins gebaut worden.