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Ergänzung einer bestehenden, aber sanierungsbedürftigen 3-Klassen-Grundschule in Lourgogho

Bildung war und ist neben den Patenschaften, der Wasserversorgung und der Förderung von Projekten für Frauen einer der bedeutendsten Schwerpunkte in der Arbeit des Garangovereins Ladenburg zugunsten der in der afrikanischen Partnerregion lebenden Menschen. Deshalb freut sich der Vorstand über die Fertigstellung der neu gebauten Schule in Lourgogho. Es ist die 22. Schule, die der Partnerschaftsverein seit Beginn der Partnerschaft vor nahezu 40 Jahren initiiert und deren Finanzierung er organisiert hat.

Begonnen hat dieses Schulbauprojekt mit einem Bericht des Präsidenten des Partnerschaftskomitees in Garango über eine Besichtigung der Bestandsschule in Lourgogho verbunden mit einem Hilferuf: „Was wir sahen, war unbegreiflich: Schüler und Lehrer arbeiten außer in einem sanierungsbedürftigen Schulgebäude in einem Klassenzimmern aus alten, abgenutzten Blechen, Holz und Stroh, Räume sind ohne Wände, offen zur Natur. Die Beobachtung, die aus dieser Klasse des Unglücks hervorgeht, ist, dass die Schüler und das Lehrpersonal jeden Tag den klimatischen Gefahren ausgesetzt sind: Regen, Wind und unverträglichen Temperaturen. Wir bemerkten sogar an unserem Besuchstag Schüler, die vor Kälte zitterten, ohne die sonstigen Mängel an Sicherheit und Komfort zu erwähnen.“

Diese beiden Fotos zeigen den Auslöser für das Projekt …
… verbunden mit dem Hilferuf aus Garango

Nach Auswertung aller Informationen stellte sich dem Garangoverein die Situation zu diesem Zeitpunkt wie folgt dar: Die Schule von Lourgogho hat 265 Schülerinnen und Schüler in 5 Klassen (über 50 Schülerinnen und Schüler je Klasse); die seitherige und auch absolut notwendige 6. Klasse, ebenfalls unterrichtet in einem Klassenzimmer der beschriebenen Art, ist aufgrund der dramatischen Verhältnisse aufgelöst worden. Die Schülerinnen und Schüler dieser 6. Klasse wurden an andere Schulen versetzt, die in einer Entfernung liegen, die den Schülerinnen und Schülern einen viel zu weiten Schulweg zumutet und wodurch sich an den aufnehmenden Schulen die eigenen Engpässe noch wesentlich verschärft haben. Von den fünf in Lourgogho verbliebenen Klassen sind drei in dem sanierungsbedürftigen Bestandsgebäude untergebracht, eine Klasse wird in dem wie vom Comité beschrieben „Raum ohne Wände“ unterrichtet und ein Klassenzimmer wurde wegen dieser untragbaren Zustände in einen geliehenen Raum, etwa 800 Meter vom Schulstandort entfernt, verlagert, was natürlich einer funktionierende Schulgemeinschaft entgegensteht.

Bestands-Schulgebäude, sanierungsbedürftig
Bestands-Schulgebäude mit angehängtem „offenem“ Klassenzimmer

Aus dem Bestand konnten die Küche und die Latrinen nicht weiter genutzt werden. Ihr Zustand war erbärmlich. Der für die Schule notwendige, bisher genutzte Brunnen liegt in einiger Entfernung der Schule und dient vorrangig der Bevölkerung aus dem ländlich geprägten Umland zur Wasserversorgung, sodass ein Brunnen direkt an der Schule mehr als sinnvoll und im Sinne der Hygiene für die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal geboten war.

Küchengebäude
Latrinen

Die Planung für den Schulneubau umfasste somit wiederum einen Komplex, bestehend aus drei Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer, weiteren Funktionsräumen, einer Küche, Latrinen, einem Brunnen und – zum 2. Mal bei einem Schulbauprojekt – einer Lerntafel im Freien zur Nutzung durch die Schule selbst, aber auch für die im Umfeld der Schule wohnende Bevölkerung.

Die Realisierung begann Mitte 2021:

Das neue Schulgebäude entsteht
Grundmauern …
… und Mauern des neuen Küchengebäudes
Hier entstehen die neuen Latrinen
Der Brunnen war als erstes betriebsbereit
Baustellenbesichtigung durch den Bürgermeister samt Delegation …
… und Radiointerview mit dem Comitépräsidenten
Nach Fertigstellung des Schulgebäude-Neubaus
 Schülerinnen und Schüler einer Klasse
Büro des Direktors
Lager
Die Küche steht …
… und die Toilettenanlage auch
Die Lerntafel im Freien ist ebenfalls zur Nutzung bereit
Symbolische Schlüsselübergabe

Die Schule wurde von der fröhlichen Schar der Schülerinnen und Schüler sowie von der begeisterten Lehrerschaft in Besitz genommen. Der Schulneubau als Ergänzung für eine aus drei Klassen bestehende, aber sanierungsbedürftige Grundschule wird noch um die Pflanzung von 12 Bäumen ergänzt, deren Pflege die Schulgemeinschaft übernimmt. Der Garangoverein ist dem Spender, der bereits die Finanzierung der Schulneubauten in Niaogho und Boussouma übernommen hat, außerordentlich dankbar, wäre doch ohne sein finanzielles Engagement diese Schule als weiterer wichtiger Mosaikstein in der immer noch lückenhaften Bildungslandschaft in Garango nicht denkbar gewesen.

Die Sanierung des Schulgebäude-Altbestands war ein separates Projekt, das der Garangoverein zeitgleich zum Neubau mit Finanzierung aus Eigenmitteln gestartet hat.

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