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Aktuelle Projekte

Stabilisierung der Staumauer in Boura und Bau eines Tosbeckens (2017)

Bei der Barrage in Boura handelt es sich um ein Regenrückhaltebecken, das seit Jahren besteht und durch eine Staumauer abgeschlossen ist. Das in der dahinter liegenden Senke aufgefangene Wasser bildet einen kleinen See, der  in erster Linie zur Bewässerung der umgebenden Gemüsegärten und als Viehtränke genutzt wird. Die Gemüsegärten werden zumeist von Frauenkooperativen bewirtschaftet und dienen der Ernährung der eigenen Familien. Die Überschüsse werden auf dem Markt verkauft und verbessern so die Ernährungssituation der Bevölkerung in Garango und Umgebung.

In der Regenzeit führt der Klimawandel inzwischen zu solchen Starkregen, dass eine herkömmlich gebaute Staumauer, die vor 5 Jahren noch durchaus ausreichend gewesen wäre, der brachialen Gewalt der Wassermassen nach einem Sturzregen nicht mehr Stand halten kann. Auch wir haben in unseren Breiten im vergangenen Sommer solche Bilder in den Nachrichten gesehen; Bilder von kleinen Bächen, die nach sturzflutartigen Regenfällen zu reißenden Flüssen wurden und Brücken, Autos und sogar Häuser mit sich nahmen.

Die Starkregen in Garango haben in der vergangenen Regenzeit durch ihre große Wucht die Staumauer unterhöhlt. Um diesem Umstand für die Zukunft gerecht zu werden, muss die bestehende Staumauer massiver erneuert und mit einem daran anschließenden Tosbecken versehen werden.

Da die Vorbereitung und die eigentlichen Baumaßnahmen einige Zeit in Anspruch nehmen werden, haben wir zunächst  vor der Regenzeit mit Sofortmaßnahmen den bestehenden Damm gesichert.

Die Finanzierung des Projekts ist durch die Unterstützung des BMZ und viele private Spenden gesichert. Die Baumaßnahmen selbst werden durch unsere Partner in Garango organisiert und überwacht. Die Vergabe des Baus an eine Firma vor Ort bietet zudem Arbeitsplätze für die Menschen in Garango.

 

Pünktlich nach dem Ende der Regenzeit wurde im Oktober 2017 mit dem Bau des Tosbeckens begonnen. Die Arbeiten schritten gut voran. Bereits Mitte Dezember bekamen wir die Nachricht von der Fertigstellung der Anlage. Unsere Partner in Garango standen in der gesamten Bauphase mit uns in regem Austausch und wir erhielten eine umfangreiche Fotodokumentation über die Baufortschritte.

Sanierung der Grundschule in Kouassagou (2017)

Im Juni 2017 erreichte uns die Nachricht, dass auf Grund heftiger Stürme das Dach der Grundschule in Kouassagou abgetragen wurde und die Schulräume teilweise verwüstet wurden. Um den Schulbetrieb ab Oktober 2017 zu sichern, hat der Partnerschaftsverein die Kosten für die Sanierung der Schule übernommen. Die Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, der Schulbetrieb konnte pünktlich wieder aufgenommen werden.


Sanierung des Kindergartens Natenga / Komtoéga (2017)

Bereits im Jahr 2016 erhielten wir Kenntnis von einem dringend notwendigen Sanierungsbedarf beim Kindergarten Natenga in Komtoéga. In diesem Kindergarten werden 120 Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren beiderlei Geschlechts betreut und auf die Grundschule vorbereitet. Die Betreuung der Kinder erfolgt unabhängig von der Stammeszugehörigkeit und der Religion. Ursprünglich wurde der Kindergarten vom Staat errichtet – es fehlte aber an Mitteln, um die notwendigen Sanierungsarbeiten durchzuführen. Das Dach eines Klassenraums war stark einsturzgefährdet, ebenso die Teilüberdachung des Hofes (Sonnen- und Regenschutz). Das Gelände war zudem nicht ordentlich umzäunt, d.h. Tiere konnten über das Gelände laufen und die spielenden Kinder gefährden.

Der Garangoverein hat die notwendigen Mittel zur Sanierung des Kindergartens im Jahr 2017 bereit gestellt, das Gebäude als auch die Überdachung des Sonnenschutzes wurden saniert, das Grundstück mit einem Zaun gesichert und zusätzlich wurden 2 Latrinen (eine davon behindertengerecht) sowie eine Dusche errichtet. Auch diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Dabei zeigten sich die ehrenamtlich als Erzieherinnen tätigen Mütter sehr engagiert – die zwei Leitenden sind bereits seit vielen Jahren aktiv und mit für das Sanierungsprojekt verantwortlich.


Reparatur des Trinkwasserbrunnens in Niaogho Peuhl (2017)

Ebenfalls im Jahr 2017 wurden Mittel für die Beschaffung von Ersatzteilen und zur Reparatur eines defekten Trinkwasser-Pumpbrunnens bereitgestellt, der im Randgebiet von Niaogho 400 Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Auch dieser Brunnen konnte mittlerweile wieder in Betrieb genommen werden. Hierfür erhielt der Partnerschaftsverein ausdrückliche Grüße und den Dank der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, die die Hauptnutzer der Wasserstellen darstellen.

Bau von Bilderwänden als Lerninseln im Bezirksgymnasium von Komtoéga (2017)

Dieses – ebenfalls inzwischen fertig gestellte – Projekt besteht aus dem Bau von 4 doppelseitigen Bilderwänden im Hof des Bezirksgymnasiums von Komtoéga, die mit Tafelfarbe gestrichen sind, und daher auch beschrieben werden können. Gegenüber von jeder Bilderwand sind Sitze aus Leichtbausteinen , damit die Schüler sich setzen und unter guten Bedingungen, auch in Gruppenarbeit, lernen können.

Förderung von 6 verschiedenen Frauengruppen als Kleinprojektförderung (2017)

Insgesamt wurden im Jahr 2017 zusätzlich noch 6 verschiedene Frauengruppen als Kleinprojekte mit finanziellen Mitteln zur Verbesserung ihrer Arbeiten unterstützt. Dieses sind

Frauengruppe Koumwanlé in Komtoéga, die Baby- und Kleinkindernahrung produziert  und sich für die Verbesserung des Ernährungszustandes von Frauen im gebärfähigen Alter, Babys und Kleinkindern einsetzt. Mit Hilfe der Fördermittel konnten die Frauen im Zentrum für Gesundheit und Soziales in Komtoéga ausgebildet werden.

Frauengruppe Koulessiré in Lengha / Boussouma, die sich mit der  Herstellung von Reispaddys befasst. Mit Hilfe der Fördermittel wird eine Reistrocknungsanlage geschaffen, dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen und dank der Produktion, Vermarktung und Umwandlung von landwirtschaftlichen Produkten Einkommen und Nahrungsmittelsicherheit der Bevölkerung verbessert.

Diese Frauengruppe schickte uns folgende Nachricht: „Die Reistrockenöfen bedeuten für uns einen Neubeginn. Wir werden produzieren, um gegen die Armut anzukämpfen. Wir danken allen Einwohnern der Stadt Ladenburg und allen Menschen, die uns unermüdlich helfen, damit unsere Bevölkerung sich weiterentwickeln kann.“ (Gouem, Zénabou – Präsidentin der Frauengruppe Koulessiré in Lengha)

 

 

Frauengruppe Zemstaaba in Déga, die in der Senke des Reisanbaugebietes Déga nach der Reisernte Gemüse anbauen und für die Anlage und Sicherung von mehreren Gemüsegärten um Drahtzäune und Gießkannen gebeten haben. Hiervon profitieren 25 Frauen und deren Familien.

Das Foto des Reisfeldes zeigt den Reisanbau in diesem Jahr, der nach erfolgreicher Sanierung des Regenrückhaltebecken Déga im Jahr 2016 wieder möglich war.

 

Frauengruppe Loun Koumale in Garango, die um Finanzierung einer Aus- bzw. Weiterbildung von 30 Frauen zur Herstellung von Saft und Sirup gebeten hat, um damit die örtliche Wirtschaft aufzuwerten, eine  bessere Qualität der Produkte und damit auch eine höhere Rentabilität und Einkommensverbesserungen zu erreichen.

 

Frauengruppe Dakoupa in Nonka / Boussouma, die Gärten in den Dörfern betreiben. Die Produkte wie z.B. Tomaten, werden in Boussouma bearbeitet und konserviert. Die Frauen baten um Unterstützung zur Beschaffung von Saatgut und Zäunen zur Verbesserung der Gemüseproduktion.

Nach der Förderung erreichte uns folgender Dank der Frauengruppe: „ Wir sind sehr froh darüber, dass wir dieses Material kaufen konnten. Es erlaubt uns noch mehr zu produzieren. Danke an das Partnerschaftskomitee. Wir kamen uns vergessen vor, denn hier sind die Frauen von Armut betroffen.“ (Nonkani, Adissa – Präsidentin der Gemüsebäuerinnen von Nonka)

 

 

Frauengruppe Zekoula Gninta in Komtoéga, die bereits mit Hilfe einer anderweitigen Anschubfinanzierung eine Reistrocknungsanlage erstellen und in Betrieb nehmen konnte. Diese Reistrocknungsanlage ist die einzige in der Gemeinde von Komtoéga, wo es viel Reis gibt und der Bedarf ständig wächst. Die Gruppe hat um eine weitere Förderung gebeten, um diese Reistrocknungsanlage durch eine Umzäunung besser schützen zu können.